Von der Dusche direkt zu den 20. Backnanger Wirtschaftsgesprächen: Christoph Holz über die neue Arbeitswelt
Notfalleinsatz für Christoph Holz: Aus der Dusche direkt in den Zug und 5h später konnte ich zum Thema "Wie hilft die neue Arbeitswelt gegen den Fachkräftemangel" auf der Bühne der 20. Backnanger Wirtschaftsgesprächen begeistern. Ein guter Keynote Speaker ist ganz wie ChatGPT, er weiß zu allem etwas ;)

20. Backnanger Wirtschaftsgespräche
Ich befinde mich inmitten von 730 geladenen Gästen im Industriegebiet Lerchenäcker. Ich bin hier, um an den 20. Backnanger Wirtschaftsgesprächen teilzunehmen, als Notfalleinsatz für die erkrankte Nicole Lontzek. Die Backnanger Wirtschaftsgespräche sind bekannt für Netzwerken, sich auszutauschen und neue Impulse zu sammeln.
Die Worte des Oberbürgermeisters Maximilian Friedrich hallen in meinen Ohren nach. Er betont die Bedeutung dieser Veranstaltung und ich fühle mich direkt angesprochen, als er sagt: „Jeder in Backnang und um Backnang herum, der etwas auf sich hält, kommt immer wieder gerne zu unseren Wirtschaftsgesprächen.“ Ich spüre, dass diese Veranstaltung mehr ist als nur ein Treffen, es ist eine Liebeserklärung an den Mittelstand, das Handwerk und den Handel.
Die Herausforderungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage werden deutlich: Bürokratieverstrickung, Digitalisierungsrückstand, steigende Energiekosten, Fachkräftemangel, Nachfrageausfall und politische Gleichgültigkeit. Die Worte des OB hallen in mir nach: „Wir müssen gemeinsam Lösungen finden, sonst werden nur diejenigen stärker, die das Gemeinwesen destabilisieren und auf lange Sicht auch unseren Wirtschaftsstandort schwächen.“

„Wir Unternehmer müssen den Wandel vorantreiben“
Dann betrete ich die Bühne und spreche über die Digitalisierung und Automatisierung durch Roboter, über die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.
Wenn ich zurückblicke, denke ich: „Unsere Urgroßeltern haben in den Fabriken der industriellen Revolution unmenschliche Arbeit geleistet, weil dies damals nötig war.“ Die Digitalisierung lehrt uns mehr denn je, was es heißt, Mensch zu sein. „Mensch sein ist das, was übrig bleibt, wenn alle unmenschliche Arbeit digitalisiert ist. Und das sind Kreativität, Eigenverantwortung und Empathie. Mit einem Wort: Unternehmertum. Denn es kann niemals alles digitalisiert werden. Wie soll ein Algorithmus jemals den Wert einer Sache festlegen? Das bleibt uns als Menschen vorbehalten.“ Die künftigen Mitarbeiter müssen dann jedoch Roboter bedienen können. Und das können alle, wenn sie neugierig, eigenverantwortlich und motiviert sind.
Meine Rede gab nicht nur Denkanstöße, sondern war auch unterhaltsam. Das lag vor allem daran, dass ich immer wieder meinen österreichischen Humor einfließen ließ, teils auch in sarkastischer Form. So erklärte ich beispielsweise: „Nicht jeder muss die besten Leute haben. Über solche Dinge sollte sich nur derjenige Gedanken machen, der in Zukunft wettbewerbsfähig sein möchte.“
Nach der Rede folgt eine Podiumsdiskussion, in der die Themen vertieft werden. Was bleibt sind gute Gespräche und Netzwerken, und genau das tue ich. Wir haben die Möglichkeit eine bessere Zukunft zu gestalten. Und genau das werde ich tun.


Mit dem Auto haben wir den Unfall erfunden. Über die Moral des Unfalls kann man erst danach nachdenken. Alles andere wäre Hybris. Auch die Digitalisierung hat ihre Unfälle. Sie entwickelt sich mehr oder weniger exponentiell. Macht Ethik da überhaupt noch Sinn? Braucht es vielleicht eine agile Ethik? Darüber spreche ich heute mit Cornelia Diethelm.
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